Frische Themen

Globalisierung historisch - und wie sich das Blatt wenden kann

In diesem Mai war ich wieder auf Island, meine Nichte besuchen und die Nordküste erleben, die ich noch nicht kannte. Dabei tauchte ich in ein Thema ein, das mich beim letzten Besuch infiziert hat: die Fischerei an Islands Küsten. Das hat viel mit meinen Lieblings-Reiseländern Frankreich und Dänemark zu tun, und auch mit meiner Heimat Hamburg.

Mein Urgroßonkel Max Lücke

Unverheiratet wie ich bin, trage ich trotzdem einen Ehering – und zwar den einer unglücklichen Ehe. Er erinnert mich an Tante Anna und ihren Ehemann Max Lücke. Geheiratet haben die beiden am 18.11.1919. Wie es ihnen danach erging, erzählt dieses „frische Thema“.

Nachtrag 3 und Schluss: KPD und SPD

Nachdem der erste Teil des Nachtrags zum Buch „Die radikale Linke…“ neue Aktenfunde zur Revolutionszeit 1918-1923 beleuchtete und der zweite Teil sich der inneren (organisatorischen und ideologischen) Weiterentwicklung der Harburg-Wilhelmsburger KPD widmete, soll der abschließende dritte Teil nun das Verhältnis der KPD zur SPD in den Blick nehmen.

"Lebensmittel" aus Harburg

Bei der Recherche zu den Harburger Firmenlogos stieß ich auf den Markennamen Aguma. So nannte sich ein Sojamehl aus dem Hause Thörl, 1913 auf den Markt gebracht. War die Harburger Ölindustrie ein Vorreiter in der Entwicklung veganer Ernährung? Wie passt das zusammen mit der industriell auf Rendite ausgerichteten Herangehensweise der Harburger Ölmühlen? Das Harburger Beispiel zeigt, dass die Großindustrie schon immer aufmerksam Ernährungstrends und Versorgungsengpässe beobachtete, um daraus Nutzen zu ziehen.

 

Grandiose Werke zum 1. Weltkrieg und zur Revolution 1918 ff.

Vorweg dies: Der heiße Sommer 2018 trieb mich (und treibt mich noch) an die Küsten der Nord- und Ostsee, und auch hier zumeist in den kühleren Schatten. Dabei entdeckte ich eine Leidenschaft wieder, das freie Lesen. Das auch vor dicken Schwarten nicht zurückschreckt, wenn der Hunger erst einmal geweckt ist. Wenn allein die Spürnase und der Magen des Trüffelschweins regieren. Eine Freundin nannte das einst treffend „entpragmatisiertes Lesen“, Lesen ohne Zeit und Raum, ohne Zwecksetzung eigener oder äußerer Herkunft . Von Erlebnissen, die dabei entstehen, soll diese neue Rubrik der Website nun hin und wieder berichten.

Zwei Holzschnitte für eine Ausstellung im Dortmunder .kunstbetrieb.

Am Anfang standen der .kunstbetrieb. und seine Einladung zu einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt. Zum Thema "der himmel ist blau" konnten bis zu drei Werke im Format 50 x 50 cm eingereicht werden. So entstanden die beiden Holzschnitte "der himmel ist blau über opfern und tätern".  

Nachtrag 2: Organisatorische Stärken und Schwächen, interne Fraktionskämpfe 1924-1931

2007 erschien das Buch „Die radikale Linke als Massenbewegung – Kommunisten in Harburg-Wilhelmsburg 1918–1933.“ Wie bei „die anderen“ nehmen wir den 10-jährigen Geburtstag des Erscheinens zum Anlass, über seitdem erzielte neue Aktenfunde und Erkenntnisfortschritte Bericht zu geben. Hier der zweite Nachtrag, der sich organisatorischen und fraktionellen Entwicklungen innerhalb der KPD zwischen 1924 und 1930 widmet. Beigeheftet ist die mittlerweile rund 760 Namen umfassende Liste der örtlichen KPD-Mitglieder bis 1933.

Ein Zuggespräch, das ich nicht überhören konnte

Auszüge aus den Gesprächen von Hannoveraner Arztgattinnen bzw. Ärztinnen im Zug von Hamburg nach Lübeck, Ende September 2008

200 Postkarten an die Schwestern Wilstermann

Im Witzworter Dorfarchiv gibt es einen besonderen Bestand zum 1. Weltkrieg: über 200 Postkarten, die Soldaten aus dem Krieg an die Schwestern Wilstermann schickten. Die beiden Töchter des Witzworter Gastwirts Ferdinand Wilstermann und seiner Frau Emma, geborene Lindemann, waren Margarete (genannt Grete), geb. 1895 und Magdalene (genannt Magda), geb. am 31.12.1898. Beim diesjährigen Dorfabend am 23. Februar 2018 präsentierten Mitglieder der Witzworter Archivgruppe diesen Text.

Berichte des Wilhelmsburgers Wilhelm Kors und des Heimfelders Christoph Hirthe

Aus Kors' Bericht wurde bislang nur ein kurzer Auszug in „die anderen“ übernommen, Hirthes Text war bis vor kurzem unbekannt. Beide Texte sollen hier nun komplett veröffentlicht werden. Gleich drei gute Gründe sprechen dafür. Erstens spiegeln die Texte Erlebnisse und Motive sogenannter einfacher Parteimitglieder wider, deren Wirkungskreis nicht weit über ihren Arbeitsplatz oder ihr unmittelbares Wohnumfeld hinausging. Zweitens zeigen sie nüchtern und detailliert, was politische Haft unter den Nazis bedeutete. Und drittens illustrieren sie eine Harburger Spezialität: Beide Berichterstatter gehörten zu der nicht kleinen Gruppe Sozialdemokraten, die in dieser Stadt Teil des kommunistischen Widerstandes wurden.